Trinkwasserverordnung herunterladen

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Gleichzeitig wird es auch für häusliche Zwecke verwendet – Baden und Duschen, Wäsche waschen oder die Toilette spülen. In Deutschland muss Trinkwasser strenge Qualitätsanforderungen erfüllen. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV), die die EG-Trinkwasserrichtlinie von 1998 in nationales Recht umsetzt, legt diese Anforderungen fest. Zu den grundlegendsten Bestimmungen gehört, dass Trinkwasser nicht nur frei von unsicheren Mengen an Stoffen und Krankheitserregern sein muss, sondern auch “rein und gesund” sein muss. Das übergeordnete Ziel des Neufassungsvorschlags besteht darin, ein hohes Schutzniveau für die Umwelt und die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Auswirkungen des kontaminierten Trinkwassers zu gewährleisten. Die Überarbeitung ist auch ein direktes Ergebnis der allerersten erfolgreichen europäischen Bürgerinitiative “Right2Water”. Die Kommission hat ihren Neufassungsvorschlag für die Trinkwasserrichtlinie am 1. Februar 2018 angenommen. Der Rat hat am 5.

März 2019 eine allgemeine Ausrichtung zu dem Vorschlag angenommen. Es folgten Verhandlungen zwischen den Mitgesetzgebern. Am 18. Dezember 2019 wurde eine vorläufige Einigung zwischen dem Rat und dem Europäischen Parlament erzielt. Die heutige Bestätigung des Abkommens durch die EU-Botschafter der Mitgliedstaaten ebnet den Weg für die endgültige Annahme. Trinkwasserqualitätsvorschriften und -normen, die in Übereinstimmung mit diesen Leitlinien entwickelt oder überarbeitet wurden, werden die in den WHO-Leitlinien für Trinkwasserqualität ermittelten bewährten Verfahren widerspiegeln, um die öffentliche Gesundheit am wirksamsten zu schützen. Darüber hinaus werden die Vorschriften und Standards die lokalen Bedürfnisse, Prioritäten und Kapazitäten berücksichtigen, um sicherzustellen, dass sie realistisch und angemessen sind. Zu den behandelten Themen gehören: Darüber hinaus müssen die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass die Verbraucher Zugang zu Informationen über die Qualität ihres Trinkwassers haben. Die Mitgliedstaaten werden auch Maßnahmen ergreifen, die sie für notwendig und angemessen halten, um den Zugang aller Bürger zu Wasser zu verbessern oder aufrechtzuerhalten. Die Mitgliedstaaten unternehmen derzeit erhebliche Anstrengungen, um den Zugang zu Trinkwasser zu verbessern. Um die Nutzung von Leitungswasser zu fördern, werden die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass Außen- und Inneneinrichtungen wie Wasserhähnen oder Wasserfontänen in öffentlichen Räumen aufgestellt werden, wo technisch machbar und unter Berücksichtigung spezifischer lokaler Bedingungen wie Klima und Geographie.

Darüber hinaus können sich die Mitgliedstaaten freiwillig dafür entscheiden, weitere Maßnahmen zur Förderung der Nutzung von Leitungswasser zu ergreifen, wie die Einleitung von Informationskampagnen für die Bürger oder die Förderung der kostenlosen oder niedrigen Servicegebühr in Restaurants, Kantinen und Catering-Diensten. Am 14. Februar 2017 veröffentlichte das Bundesumweltministerium die “Richtlinien zur Einhaltung der Anforderungen der Trinkwasserverordnung bei der Prüfung und Bewertung radioaktiver Stoffe im Trinkwasser”, die wasser- und durchsetzungsbehörden ein Vorgehen empfehlen. Bei der Ausarbeitung dieser Leitlinien arbeiteten die zuständigen Behörden von Bund und Ländern mit Experten der Wasserwirtschaftsämter zusammen. Sie zielen darauf ab, die lokalen Behörden zu unterstützen, indem sie zu einer einheitlichen Umsetzung der Vorschriften über die Überwachung radioaktiver Stoffe beitragen und als Handlungsempfehlungen dienen, wenn Parameterwerte im Trinkwasser überschritten werden.